Flächenrecyclingpreis 2013

   Autorenumgebung laden ... 

Flächenrecyclingpreis 2013

 Preisverleihung Flächenrecyclingpreis Baden-Württemberg 2013

Flächenrecyclingpreis 2013
Im Rahmen einer Feierstunde in den Räumen der Landesbausparkasse Baden-Württemberg hat Gisela Splett MdL am 22. Februar den Flächenrecyclingpreis 2013 verliehen. Preisträger ist das Projekt Neuordnung Burgstraße in Ravensburg. Darüber hinaus gab es einen Sonderpreis und zwei Würdigungen. Wir gratulieren:

Flächenrecyclingpreis 2013

Foto: Stadt Ravensburg  Foto: Stadt Ravensburg
Neuordnung Burgstraße in Ravensburg

Projektbeteiligte

Stadt Ravensburg
Fa. Reisch-Bau GmbH & Co. KG, Bad Saulgau
Reisch-Bau GbR, Bad Saulgau


Das Projekt Neuordnung Burgstraße in Ravensburg zeigt vorbildlich auf, wie in einem hochkomplexen Stadtgebilde mit zahlreichen Protagonisten nachhaltige Stadtentwicklung funktionieren kann.

Hier ist es zum einen gelungen, sowohl mit privaten als auch mit öffentlichen Bauherren und Nutzern einen gemeinsamen Beteiligungsprozess für eine Neuordnung zu initiieren. Zum anderen konnte auf der Basis eines vorbildlichen Wettbewerbsverfahrens öffentliche Baukultur qualitätsvoll umgesetzt werden. Neben dem DGNB-zertifizierten Museumsgebäude als Passivhaus erfolgt die Wärmeversorgung für das Areal zukunftsweisend durch Geothermie.

Mit einem größeren Angebot an Wohnungen nebst Tiefgaragenstellplätzen, einem neuen kulturellen Schwerpunkt sowie der nötigen Infrastruktur gelingt die Neuordnung und bauliche Nachverdichtung im innerstädtischen Kontext aufs Beste. Zudem wird auch ein wertvoller Beitrag für die Vernetzung von Fußwegen im Stadtraum sowie die Stärkung der Mitte, des Einzelhandels, erreicht.
Die Revitalisierung der Burgstraße innerhalb eines geförderten Sanierungsgebietes ist ein vorbildliches Beispiel für eine aktive Stadtentwicklung durch die Stadt Ravensburg.


Sonderpreis 2013


Foto: Michael Buzzi Foto: Michael Buzzi 
Sanierung und Umnutzung der Säge vor Heubach 4 in Schiltach
Projektbeteiligte

Kunststofftechnik Buzzi GmbH, Schiltach
Jürgen Armbruster, Oberharmersbach


Die Umnutzung des ehemaligen Sägewerks in der kleinen Stadt Schiltach stellt unter verschiedenen Aspekten ein positives Beispiel für Flächenrecycling, Innenentwicklung und nachhaltiges Handeln dar.

Die kleine aufstrebende Firma Buzzi hat sich - in Nachbarschaft der massiven Bebauung der Firma Hansgrohe, der sie zuliefert - für die teilweise Umnutzung sowie Erweiterung eines Bestandsgebäudes und somit für den Standort im Ort anstelle einer Neubebauung auf der „grünen Wiese" entschieden. Besonders positiv hervorzuheben ist zudem, dass die notwendigen Betriebsflächen nicht vollständig ebenerdig, sondern beispielgebend auf bis zu drei Ebenen realisiert wurden. Durch die Nähe zu Hansgrohe werden außerdem Transportwege auf ein Minimum reduziert. Das Energiekonzept, bei dem die Abwärme der Maschinen zur Beheizung der Räume ohne Wärmelasten genutzt wird, überzeugt ebenso wie die Gestaltung der Innenräume mit heimischem Holz. Insgesamt ist das Objekt eine beispielhafte Innenentwicklungsmaßnahme, die städtebaulich und stadtgestalterisch einen guten Übergang zwischen Gewerbe- und Wohnbebauung schafft.

 

2 Würdigungen

Foto: AWO Rhein-Neckar Foto: AWO Rhein-Neckar
Ehemaliger Fellspeicher / AWO - Soziale Dienste in Weinheim

Projektbeteiligte

Stadt Weinheim
Arbeiterwohlfahrt Rhein-Neckar e.V. (Bauherr), Weinheim
Görtz & Fritz Architekten GmbH, Weinheim
Hydrologisches Büro Dr. Berg und Dr. Girmond GmbH, Hirschberg
Institut für chemische Analytik GmbH, Leipzig
M. Engelhorn GmbH & Co. KG, Leimen
Freudenberg Immobilien Management GmbH
Bauunternehmen Streib GmbH & Co.KG, Mannheim
Schwöbel Garten- und Landschaftsbau, Viernheim


Das Projekt zeigt positiv auf, wie nach einer beispielhaften Bodensanierung eine vorbelastete Brachfläche einer neuen Nutzung zugeführt werden kann.

Das ansprechende Quartierszentrum trägt aufgrund seiner multifunktionalen Nutzung aus betreutem Wohnen, Kinderkrippe, Dienstleistungs- und Begegnungszentrum zudem aktiv zu einer zukunftsfähigen kommunalen Siedlungsentwicklung bei. Durch die Nähe zur Altstadt und die gute verkehrliche Anbindung entstand für die in der Umgebung vorhandene Wohn- und Mischnutzung ein neuer gesellschaftlicher und kultureller Mittelpunkt. Darüber hinaus zeichnet sich das Gebäude durch eine intelligent geplante energieeffiziente und langlebige Bauweise aus, die im Sinne einer nachhaltigen, klima- und ressourcenschonenden Entwicklung beispielhaft ist.


Foto: Stadt Rutesheim Foto: Stadt Rutesheim
Konversion Wohngebiet „Auf der Steige" in Rutesheim

Projektbeteiligte

Stadt Rutesheim
LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH
Stadtbauamt Rutesheim
Vermessungsbüro Hils
Vermessungsbüro Duppel
Klinger und Partner GmbH


Am Stadtrand von Rutesheim entstand auf dem Areal einer Großdruckerei ein Wohngebiet für 450 Einwohnerinnen und Einwohner. Zuvor mussten jedoch die erheblichen Schadstoffbelastungen fachgerecht beseitigt und die Bodenbelastungen saniert werden. Das Wohngebiet erhält seine Attraktivität durch seine Durchgrünung und die angrenzende Landschaft mit Streuobstwiesen sowie durch die sehr gute infrastrukturelle Anbindung an den Stadtkern mit entsprechend kurzen Wegen. So hat die Stadt Rutesheim mit Eigenmitteln finanziert in nur drei Jahren eine kontaminierte Industriebrache einer attraktiven Folgenutzung zugeführt.



Auslober des Flächenrecyclingpreises Baden-Württemberg sind Altlastenforum Baden-Württemberg e.V., Architektenkammer Baden-Württemberg, Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, Städtetag, Gemeindetag, Landkreistag und Sparkassenfinanzgruppe Baden-Württemberg.



Hier finden Sie die Links zum Flächenrecyclingpreis 2008 und Flächenrecyclingpreis 2010.

 
 
Infomaterial
Seite drucken

Baden-Württemberg: